Haptik

Mit dem gewissen Etwas hohes Interesse wecken.

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Die Haptik ist immer noch ein selten bewusst bespielter Kanal in der Markenkommunikation. In Zeiten virtueller Kommunikation ist das haptische Verkaufen ein wichtiges Marketinginstrument. Doch was bedeutet „Haptik“ eigentlich?

Haptik ist die Lehre vom Tastsinn. „Als haptische Wahrnehmung bezeichnet man das aktive Erfassen der Größe, Kontur, Textur, Temperatur und Masse eines Objekts mit Hilfe der Ober ächen- und Tiefensensibilität.

Die heutige Marketingkommunikation bleibt jedoch zum größten Teil auf optische und akustische Signale reduziert. Unser Seh- und Hörsinn ist mittlerweile darauf getrimmt, alles Neue in einfache bekannte Muster einzuordnen. Wo kein Unterschied wahrgenommen wird, entscheidet der Preis.

Deshalb ist in einer Zeit austauschbarer Produkt- qualität die Differenzierung durch die Haptik, der haptische Mehrwert von Printprodukten, entscheidend. Wenn es um Papier, Druck und Druckveredelung geht, ist der gezielte Einsatz von Haptik geeignet, um gegenüber den digitalen Medien und letztlich dem Wettbewerb zu punkten.

Im Gegensatz zu anderen Sinneswahrnehmungen ist die haptische Wahrnehmung nicht in einem konkreten Sinnesorgan lokalisiert, sondern bezieht ihre Informationen aus einer Vielzahl verschiedener Rezeptortypen und freier Nervenendigungen, die in der Haut und in tieferen Geweben verteilt sind“.
(exikon.doccheck.com)

Haptik im Marketing gehört zum multisensorischen Marketing. Es bezeichnet das, was Menschen von einer Marke oder einem Produkt mit all ihren fünf Sinnen, wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen, wahrnehmen.

Das multisensorische Marketing nutzt das Prinzip der Verstärkung. Schon Olaf Hartmann und Sebastian Haupt stellten in ihrem Bestseller „Touch!“ fest, dass jeder zusätzliche Sinnesreiz die Gehirnaktivität um 1.000 Prozent erhöht.
Diesen Vorteil gilt es zu nutzen!

Über den Tastsinn gelangen die gewünschten Botschaften blitzschnell in unser Gehirn. Mehrwert zu fühlen ist überzeugender als jedes Versprechen. Was wir lieben, wollen wir berühren. Und was wir häufg berühren, lieben wir.

Die Haptik spielt in der Wahrnehmung der Menschen eine besondere Rolle. Sie prägt unser Gefühl für Wahrheit und Wert, sie gibt uns genau die wichtigen Eindrücke, die wir intensiver verarbeiten und länger behalten. Erst wenn wir etwas anfassen, sind wir überzeugt und trauen unseren Augen und Ohren recht.

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Werber haben es zunehmend schwerer, Konsumenten zu erreichen. Daher sollten Unternehmen im Marketing-Mix die Haptik bedenken. Neben den digitalen Kanälen kann dieses den entscheidenden Vorteil bringen, der den potentiellen Kunden bei der Erinnerung an das Produkt unterstützt und zur Kaufentscheidung führt.

Nicht alle Unternehmensbroschüren und Produkt yer benötigen eine aufwändige Reliefprägung.
Wenn Sie jedoch einen echten Hingucker mit UV-Lack, 3D-Lack oder Folienveredelung geschickt platzieren, fällt dieser durch seine plas- tische Wirkung auf und sticht garantiert aus der Masse heraus.

Gleiches gilt für die bewusste und frühzeitige Papierwahl zur erfolgreichen Ansprache Ihres Kunden. Dies hat eine bedeutende Rolle, die oft unterschätzt wird. Was nützt eine professionelle Gestaltung, wenn dieses Ergebnis durch ein einfaches und letztlich billig wirkendes Papier verfehlt wird. Papier richtig eingesetzt, mit besonderer Haptik, Strukturen oder auch natürlichen Färbungen, wird in die Hand genommen und hinterlässt genau hier den bleibenden Eindruck zum beworbenen Produkt.

Feinstpapiere oder Effektpapiere bieten hierbei eine Alternative zur Veredelung mit Lacken oder Folien. Ausführungen mit glitzernder Anmutung, metallischen Effekten oder auch die wohltuende Haptik von Naturpapieren regen die gewünschten Sinne an und bringen den entscheidenden Unterschied, den unsere Hände und Augen als sehr angenehm empfinden.
 

FAZIT:

Unternehmen tun gut daran zu hinterfragen, ob der Einsatz der haptischen Kommunikation zum Image der Marke und dem Produkt passt. Können Sie den Produktnutzen haptisch erlebbar machen? Können Sie das Angebot durch ein haptisches Erlebnis von der Konkurrenz differenzieren? Eine Investition in die haptischen Elemente kann damit zu deutlich besserem Erfolg und höheren Umsätzen führen.

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